Künstler wählen Pompejanischrot besonders gerne für folgende Motive und Anwendungen:
1. Architektur, Urban Sketching und Backstein
Ziegel und Mauerwerk: Der Ton trifft exakt die Nuance von alten Backsteingebäuden, roten Dachpfannen, Klinkermauern und gepflasterten Wegen.
Mediterrane Fassaden: Ideal für das Zeichnen von toskanischen Villen, rustikalen Steinhäusern und Terrakotta-Töpfen. Es bringt die typisch südländische Wärme perfekt auf das Papier.
2. Porträts und natürliche Hauttöne
Warme Hautschattierungen: Pompejanischrot ist ein fantastischer Ton, um lebendige Schatten in Gesichtern anzulegen. Da es ein erdiger, leicht gebrochener Rotton ist, wirkt es auf der Haut viel natürlicher als reine, knallige Rottöne.
Charakterstudien: Es eignet sich hervorragend für die Schattierung von sonnengebräunten oder dunkleren Hauttypen sowie für die Gestaltung von Lippen bei natürlichen Porträts.
3. Landschaften und herbstliche Natur
Rote Felsen und Canyons: Für geologische Formationen, wie die roten Sandsteinfelsen im Südwesten der USA (z. B. Grand Canyon) oder die rötliche Erde in Australien (Outback), ist dieser Ton die erste Wahl.
Herbstlaub: Perfekt für die Darstellung von Laub, das sich bereits in der Übergangsphase von kräftigem Rot zu warmem Braun befindet.
4. Stillleben und Tonwaren
Keramik und Ton: Beim Zeichnen von klassischen Stillleben ist die Farbe 191 unersetzlich, um die matte, raue Oberfläche von unglasierten Tonkrügen, Amphoren oder Fliesen darzustellen.
Anwendungstipp für Künstler:
Wunderbar unaufdringlich: Pompejanischrot (191) eignet sich perfekt, um grelle Kontraste in einem Bild abzumildern. Wenn du ein zu leuchtendes Grün (z. B. bei Landschaftsbildern) natürlich brechen oder abdunkeln möchtest, schattiere ganz leicht mit Pompejanischrot darüber – es entsteht ein harmonischer, erdiger Olivton.
Anwendungen mit anderen Stiften Art & Graphic
Der Farbton Pompejanischrot (Farbe 191)** ist ein historischer, erdiger Terrakottaton, der im Faber-Castell Sortiment für seine natürliche Wärme geschätzt wird. Da Faber-Castell seine Pigmentierung systemübergreifend angleicht, bleibt die Nuance über verschiedene Stiftarten hinweg identisch. Die jeweilige Ausführung – ob öl-, wasser- oder kreidebasiert – bringt jedoch völlig unterschiedliche kreative Eigenschaften auf das Papier:
- Polychromos Künstlerfarbstift (Die wasserfeste Ölkreiden-Basis) - der Polychromos ist das Werkzeug für höchste Präzision und detailreiche Texturen. Seine Mine basiert auf einer hochwertigen Ölkreide. Die Besonderheit: Der Farbauftrag ist absolut wasser- und wischfest. Die Pigmente haften stabil auf dem Papier, was ein extrem sauberes Arbeiten ohne Verschmieren ermöglicht. Farbeindruck: Pompejanischrot wirkt hier sehr kompakt, samtig und deckend. Durch die weiche Mine lassen sich hervorragend viele Farbschichten übereinanderlegen (Layering), wodurch Ziegel- oder Hautstrukturen eine enorme optische Dichte entwickeln. Beste Techniken: Perfekt für fotorealistische Details (z. B. feine Risse im Mauerwerk), scharfe Konturen und exakte, feine Schattierungen.
- Albrecht Dürer Künstleraquarellstift (Die wasservermalbare Basis) - diese Ausführung vereint die Kontrolle eines Stiftes mit den fließenden, transparenten Effekten der Aquarellmalerei. Die Mine ist vollständig wasserlöslich. Die Besonderheit: Trocken aufgetragen gleicht der Stift einer klassischen Farbe. Sobald Wasser mit einem Pinsel hinzugefügt wird, löst sich die Pigmentstruktur komplett auf. Nach dem Trocknen ist die Farbschicht dauerhaft wasserfest fixiert. Farbeindruck: Durch das Wasser öffnet sich das erdige Rot. Es verliert seine Schwere und entfaltet eine wunderschöne, transparente Brillanz. Es entstehen makellose, gleichmäßige Verläufe, die ideal für weiche Übergänge sind. Beste Techniken: Ideal für großflächige, malerische Grundierungen (z. B. mediterrane Fassaden oder Landschaften), transparente Lasuren und fließende Nass-in-Nass-Effekte.
- Pitt Pastellstift (Die trockene, wischbare Kreide-Basis) - der Pitt Pastellstift bringt das Pigment in seiner reinsten, ungebundenen Form auf das Papier. Die Mine ist komplett fett- und ölfrei. Die Besonderheit: Der Farbauftrag ist trocken, samtig und extrem weich. Die Pigmente liegen locker auf der Papieroberfläche und lassen sich wunderbar mit dem Finger, einem Papierwischer (Estompen) oder Knetradiergummi verwischen und weichzeichnen. Farbeindruck: Farbe 191 zeigt sich hier von seiner mattesten Seite. Es entsteht eine pudrige Textur, die dem Pompejanischrot eine besonders authentische, kalkige Ziegel- oder Tonoptik verleiht. Das fertige Bild muss abschließend fixiert werden. Beste Techniken: Perfekt für großflächige, weiche Schattierungen, matte Oberflächen (z. B. Tonkrüge oder rauer Putz), fließende Farbübergänge und die Pastellmalerei auf rauem oder getöntem Papier.
- Das Zusammenspiel im Art* & Graphic Sortiment. Durch die Farbidendität der Nummer 191 lassen sich die Medien perfekt kombinieren: Nutze den Albrecht Dürer* für die flüssige, transparente Grundierung, den Pitt Pastell für weiche, matte Schattenbereiche im Hintergrund und den Polychromos für die finalen, messerscharfen Details im Vordergrund.
Gleiches Pigment, völlig andere Dynamik: Den Farbton pompejanischrot gibt es im Faber-Castell Art & Graphic Sortiment in weiteren Ausführungen:
Polychromos Künstlerfarbstift – Ölkreidebasis, wisch- und wasserfest, perfekt für Layering und Detailarbeit.
Albrecht Dürer Aquarellstift – Vollständig wasservermalbar, trocken wie ein Farbstift – mit Wasser zu echter Aquarelllasur.
Pitt Pastellstift – Öl- und wachsfrei, pudrig-weich, ideal für Verbländungen auf strukturiertem Papier.
Passende Mixed Media Papiere findest du bei uns im Shop.














