Das Fenster als Whiteboard: Kreidemarker fürs Brainstorming
Home > Ratgeber > Gut zu wissen > Das Fenster als Whiteboard: Kreidemarker fürs Brainstorming
Ein spontaner Einfall, eine Skizze, die während eines Gesprächs entsteht, eine Idee, die sofort sichtbar gemacht werden soll: Nicht immer ist im richtigen Moment ein Whiteboard zur Hand. Was fast jeder Raum aber hat, sind Fenster – und mit einem Kreidemarker wird daraus in Sekunden eine vollwertige, wieder abwischbare Arbeitsfläche.
Warum Glas als Fläche so gut funktioniert
Glas ist glatt, hell und von beiden Seiten sichtbar – ein Vorteil, den ein festes Whiteboard nicht bietet. Wer eine Skizze im Fenster festhält, kann sie sich von der anderen Raumseite aus genauso gut ansehen wie von davor. Zudem lässt sich Kreidemarker-Farbe auf Glas besonders rückstandsfrei wieder entfernen, solange ein paar einfache Punkte beachtet werden.
Welche Spitze für welchen Zweck
- Breite Keilspitze (z. B. 5–15 mm): ideal für große Strukturen, Diagramme, grobe Skizzen oder Überschriften, die auch aus einiger Entfernung lesbar sein sollen – etwa in einem Meetingraum.
- Feine Rundspitze (z. B. 1–2 mm): passend für Notizen, Details, Beschriftungen oder wenn mehrere Personen gleichzeitig kleinteilig mitschreiben.
Für ein Kreativmeeting lohnt sich oft die Kombination beider Spitzenstärken – grobe Struktur mit der breiten Spitze anlegen, Details anschließend fein ergänzen.
So gelingt das Beschriften und Entfernen sauber
- Fläche vorher leicht anfeuchten und trocken wischen, falls Staub oder Fettspuren vorhanden sind – das verhindert ungleichmäßiges Auftragen.
- Marker vor der ersten Nutzung aktivieren (kräftig schütteln, bis die Mischkugel hörbar ist, dann die Spitze vorsichtig anpumpen).
- Vor dem eigentlichen Einsatz kurz an einer unauffälligen Stelle testen – gerade bei ungewohnten Glasflächen (z. B. beschichtetes oder getöntes Glas) sinnvoll.
- Zum Entfernen genügt meist ein trockenes oder leicht feuchtes Tuch. Je länger die Beschriftung stehen bleibt, desto eher lohnt sich vorheriges leichtes Anfeuchten, damit sich die Farbe vollständig löst.
Ein paar Ideen für den kreativen Einsatz
- Farben als Kategorien nutzen: eine Farbe für Ideen, eine für offene Fragen, eine für Entscheidungen – auf einen Blick erfassbar, ganz ohne Klebezettel.
- Das Fenster als "lebendes" Board über mehrere Tage: Anders als eine Flipchart-Seite bleibt die Fensterfläche direkt im Raum sichtbar, auch zwischen zwei Meetings.
- Mehrere Fenster als getrennte Themenbereiche – praktisch, wenn ein Raum mehrere Fensterflächen hat und Themen bewusst räumlich getrennt werden sollen.
Auch über Büro und Meetingraum hinaus
Dieselben Eigenschaften – gut sichtbar, leicht abwischbar – machen Kreidemarker auch für Schaufenster, Angebotstafeln im Handel oder auf Märkten zu einem beliebten Werkzeug. Das Grundprinzip bleibt dasselbe, nur der Anwendungsort ändert sich.


