Künstlerinnen und Künstler greifen in folgenden Bereichen besonders gerne zu dieser Nummer:
1. Naturmotive und Botanik
In der Pflanzenwelt ist die Farbe 138 ein absoluter Standard. Sie wird intensiv genutzt für:
Blütenpracht: Klassische Motive wie Lavendelfelder, Iris, Krokusse, Veilchen oder tiefviolette Orchideen und Stiefmütterchen.
Früchte: Realistische Schattierungen und Grundtöne von reifen Pflaumen, Brombeeren, Heidelbeeren oder dunklen Weintrauben.
2. Landschaftsmalelei & Lichtstimmungen
Violett kommt in der Natur viel häufiger vor, als man denkt, besonders wenn es um Licht und Atmosphäre geht:
Dämmerung und Abendhimmel: Perfekt für die Übergänge bei Sonnenuntergängen oder den ""magischen Moment"" kurz vor der Nacht (Blaue Stunde).
Atmosphärische Tiefe: Weit entfernte Berge oder Hügelketten wirken durch die Luftperspektive oft bläulich-violett. Die 138 eignet sich ideal, um diese räumliche Tiefe im Hintergrund zu erzeugen.
3. Realistische Schatten (Kompensation von Schwarz)
In der professionellen Zeichnung wird reines Schwarz für Schatten oft vermieden, da es Motive ""tot"" oder flach wirken lässt.
Komplementär-Schatten: Violett ist genial, um auf gelblichen, grünen oder hautfarbenen Flächen lebendige, tiefe Schatten zu erzeugen.
Durch das Schichten (Layering) von Violett 138 über Braun- oder Grüntöne entstehen extrem plastische, natürliche Schattenbereiche.
4. Fantasy-Art, Galaxien & Illustration
Aufgrund der magischen und mystischen Wirkung des Farbtons ist er im Illustrationsbereich sehr beliebt:
Deep Space &** Galaxien: Beim Zeichnen von Nebeln, Sternenkonstellationen und dem Weltall im Zusammenspiel mit Indigo und Magenta.
Fantasy-Kreaturen: Für glänzende Drachenschuppen, magische Effekte, Edelsteine (Amethyste) oder geheimnisvolle Gewänder.
Tipp: Tipp fürs Schichten (Layering*): Da die Art & *Graphic Stifte auf Öl- oder Wachsbasis (bzw. wasservermalbar) hochpigmentiert sind, lässt sich die 138 wunderbar mit Magenta (133) für einen wärmeren Ton oder mit Phthalo-Blau (110) für ein kühleres, nächtliches Violett mischen.
Planst du gerade ein bestimmtes Projekt oder Motiv, für das du diesen Farbton nutzen möchtest?
Anwendungen mit anderen Stiften Art & Graphic
Obwohl der Farbton 138 Violett in allen drei Linien die identische, hochstabile Pigmentierung besitzt, verhält sich die Farbe durch das jeweilige Bindemittel völlig anders. Hier sind die Besonderheiten und Stärken der drei Ausführungen:
- Polychromos Künstlerfarbstifte (Auf Ölkreidebasis) - der Polychromos-Stift ist der unangefochtene König für präzise, detailreiche Arbeiten und grafische Konturen. Besonderheit bei Farbe 138: Die Mine ist wisch- und wasserfest, aber wunderbar geschmeidig. Da das Violett 138 sehr tief und kräftig ist, lässt es sich auf dem Papier hervorragend dosieren. Effekt: Durch feine Schraffuren oder sanftes Kreisen kannst du hauchzarte, violette Lasurschichten übereinanderlegen (Layering), ohne dass der Ton stumpf wirkt. Die Farbe bleibt extrem brillant und scharfkantig, ideal für die feinen Adern von Blütenblättern oder die Textur von Früchten. Nutze Polychromos 138** für die messerscharfen Details und Texturen.
- Albrecht Dürer Künstleraquarellstifte (Wasservermalbar) - Diese Ausführung verwandelt das Violett 138 in ein flüssiges Medium. Das Bindemittel ist so konzipiert, dass es sich bei Kontakt mit Wasser vollständig auflöst. Besonderheit bei Farbe 138: Trocken aufgetragen wirkt der Stift ähnlich wie ein Polychromos. Sobald du jedoch mit einem feuchten Pinsel darübergehst, „explodiert“ das Pigment. Das Violett öffnet sich zu einem leuchtenden, transparenten Aquarellton. Effekt: Perfekt für großflächige Verläufe wie Abendhimmel oder sanfte Schatten. Du kannst die Farbe 138 wunderbar nass-in-nass mit Blautönen verschmelzen lassen, um dramatische Lichtstimmungen zu erzeugen, die komplett ohne sichtbare Stiftstriche auskommen. Nutze Albrecht Dürer 138 für leuchtende, flüssige Lasuren und Hintergründe.
- Pitt Pastellstifte (Auf reiner Pigmentbasis / Holzgefasste Kreide) - Der Pitt Pastellstift ist die trockenste und samtigste Variante. Er enthält fast kein Fett oder Wachs, sondern pure, gepresste Pigmente. Besonderheit bei Farbe 138: Das Violett wirkt hier extrem matt, samtig und tief. Da das Pigment lose auf dem Papier liegt, lässt es sich mit dem Finger, einem Papierwischer (Estompe) oder einem Pinsel nahtlos verblenden. Effekt: Ideal für weiche Übergänge, wolkenartige Strukturen oder die samtige Oberfläche einer Pflaume. Das Violett 138 verliert im Pastellbereich jegliche Härte und eignet sich hervorragend, um sehr sanfte, malerische Schatten in Porträts oder Landschaften hineinzureiben. Nutze Pitt Pastell 138 für matte, samtige Flächen und rauchige, weiche Verläufe.
Gleiches Pigment, völlig andere Dynamik: Den Farbton violett gibt es im Faber-Castell Art & Graphic Sortiment in weiteren Ausführungen:
Polychromos Künstlerfarbstift – Ölkreidebasis, wisch- und wasserfest, perfekt für Layering und Detailarbeit.
Albrecht Dürer Aquarellstift – Vollständig wasservermalbar, trocken wie ein Farbstift – mit Wasser zu echter Aquarelllasur.
Pitt Pastellstift – Öl- und wachsfrei, pudrig-weich, ideal für Verbländungen auf strukturiertem Papier.
Passende Mixed Media Papiere findest du bei uns im Shop.


















