Aufgrund dieser spezifischen Eigenschaften wird er von Künstlern besonders gerne für folgende Motive und Anwendungen gewählt:
1. Atmosphärische Lichteffekte & Sonnenuntergänge
Weil die Farbe lasierend ist, eignet sie sich hervorragend für das Schichten (Layering), ohne die darunterliegenden Farben komplett zu verdecken.
- Golden Hour &** Abendrot: Perfekt, um den glühenden Himmel bei Sonnenuntergängen oder Sonnenaufgängen darzustellen.
- Lichtreflexe: Das Übermalen von Gelbtönen mit Lasurorange lässt Flächen lebendig und von innen heraus strahlend wirken.
2. Feuer, Flammen und Lichtquellen
Ob Lagerfeuer, Kerzenschein, glühende Kohlen oder Laternenlicht – überall dort, wo intensive Wärme und Lichtstrahlung erzeugt werden soll, ist die Nummer 113 eine hervorragende Wahl. Durch die Transparenz bleibt das darunterliegende Papierweiß oder ein helles Gelb als ""Lichtkern"" erhalten, was den realistischen Eindruck von Glut verstärkt.
3. Herbstlandschaften und Naturmotive
In der Landschaftsmalerei ist dieser Ton unverzichtbar für die Darstellung der typischen, warmen Herbstpalette:
- Herbstlaub: Das intensive, leuchtende Orange von herbstlichen Blättern (z. B. von Ahorn oder Eichen).
- Früchte und Gemüse: Kürbisse, Karotten, Orangen oder Mandarinen lassen sich damit farbintensiv und plastisch ausarbeiten.
4. Botanik und Tierwelt (Flora & Fauna)
In der Tier- und Pflanzenzeichnung wird Lasurorange für detailreiche, lebendige Texturen eingesetzt:
- Tierfell und Gefieder: Ideal für die Darstellung von Füchsen, Eichhörnchen, Tigern oder den rötlich-orangen Federn von Vögeln (wie dem Rotkehlchen).
- Blütenblätter: Blumen wie Mohn, Ringelblumen oder feurige Tulpen erhalten durch die Lasurfähigkeit feine Tiefenwirkungen und zarte, fließende Übergänge.
5. Porträts und Hauttöne
Auch wenn man bei Porträts nicht sofort an ein kräftiges Orange denkt, wird Lasurorange in der klassischen Schichttechnik gezielt eingesetzt:
- Warme Reflexionen: Sehr dezent aufgetragen verleiht es Hauttönen Vitalität und Wärme, insbesondere wenn das Motiv von warmem Licht (z. B. Kerzenschein oder einer tiefstehenden Sonne) angestrahlt wird.
Tipp: Tipp für die Praxis: Seine volle Leuchtkraft entfaltet Lasurorange, wenn es über ein helles Zitronen- oder Cadmiumgelb geschichtet wird. Dadurch entsteht ein extrem vibrierendes Orange, das im Vergleich zu vorgemischten, deckenden Orangetönen deutlich mehr Tiefe besitzt.
Ob als klassischer Farbstift, flüssige Aquarellfarbe oder permanente Tusche – der Farbton Lasurorange (Farbe 113) entfaltet je nach Medium eine ganz eigene Dynamik. Da die Pigmentierung identisch ist, die Bindemittel und Applikatoren jedoch variieren, reagiert die Farbe auf dem Papier völlig unterschiedlich.
Hier ist die Übersicht zu den Besonderheiten der sechs verschiedenen Ausführungen im Faber-Castell Sortiment:
Gleiches Pigment, völlig andere Dynamik: Den Farbton lasurorange gibt es im Faber-Castell Art & Graphic Sortiment in weiteren Ausführungen:
Polychromos Künstlerfarbstift – Ölkreidebasis, wisch- und wasserfest, perfekt für Layering und Detailarbeit.
Albrecht Dürer Aquarellstift – Vollständig wasservermalbar, trocken wie ein Farbstift – mit Wasser zu echter Aquarelllasur.
Pitt Pastellstift – Öl- und wachsfrei, pudrig-weich, ideal für Verbländungen auf strukturiertem Papier.
Watercolour Marker Albrecht Dürer – Hochpigmentierter Aquarellmarker, auf Aquarellpapier reaktivierbar.
Pitt Artist Pen Brush – Permanente, pH-neutrale Tusche, nach dem Trocknen wasserfest.
Pitt Artist Pen Dual-Marker – Pinselspitze + 0,8 mm Faserspitze, ideal für Fläche und Kontur in einem Stift.
Passende Mixed Media Papiere findest du bei uns im Shop.





