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Marker-Papiere

Marker-Papier: satte Farbe ohne Durchschlagen...

Marker-Papier: satte Farbe ohne Durchschlagen

Alkoholbasierte Marker stellen eine eigene Anforderung an das Papier: Die Farbe darf sich nicht unkontrolliert im Papier ausbreiten („Bluten"), die Spitze soll nicht ausfransen, und die Rückseite sollte trocken bleiben, damit das nächste Blatt im Block nicht mit Farbe kontaminiert wird. Speziell beschichtetes Marker-Papier ist darauf ausgelegt: Die Beschichtung sorgt dafür, dass die alkoholbasierte Tinte nicht ins Papier eindringt und verläuft, sondern gestochen scharf, kontrastreich und homogen auf der Oberfläche bleibt.

Für Manga- und Comic-Zeichner:innen besonders relevant: Für erste Skizzen reicht normales Kopierpapier – das ist in Bezug aufs Papier sehr preiswert. Sobald jedoch mit Alkoholmarkern koloriert wird, zeigt sich der Unterschied sofort: Auf unbeschichtetem Papier verläuft die Farbe, Konturen wirken wolkig statt scharf, und die Rückseite färbt oft auf das nächste Blatt ab. Echtes Marker-Papier verhindert das. Ein zusätzlicher, oft unterschätzter Vorteil: Du verbrauchst deutlich weniger Tinte pro Fläche, weil die Farbe nicht ins Papier einsinkt, sondern an der Oberfläche bleibt – dein Marker hält dadurch spürbar länger, was sich bei hochwertigen, teuren Alkoholmarkern schnell auszahlt.

Wichtig zu wissen: einseitig, nicht beidseitig beschichtet. Marker-Papier ist in der Regel nur auf einer Seite mit einer Sperrschicht (Beschichtung) versehen, nicht auf beiden. Die beschichtete Seite erkennst du ganz einfach: Es ist die glattere Seite des Blattes – auf ihr wird gezeichnet. Wird versehentlich die andere, unbeschichtete Seite verwendet, entfällt der Effekt gegen das Durchschlagen.

Gleiches Papier, unterschiedlicher Preis: Echtes, wirksam beschichtetes Marker-Papier wird nur von wenigen Papierherstellern produziert – das Angebot an tatsächlich bluten-freiem 75-g/m²-Marker-Papier ist entsprechend überschaubar. Unser Schoellershammer Marker-Block (erhältlich in A4 und A3) basiert auf genau diesem bewährten Grundpapier. Der direkte Preisvergleich zeigt, wofür du beim Marken-Aufpreis eigentlich zahlst: Der Schoellershammer-Block in A4 kostet bei uns 0,10 € pro Blatt – der inhaltlich vergleichbare Block von Hahnemühle mit demselben Papier 0,15 € pro Blatt. Der Unterschied liegt am Markenlogo auf dem Deckel, nicht an der Papierqualität selbst.

Wer produziert eigentlich Marker-Papier? Der Markt ist kleiner, als man denkt. Unser Schoellershammer-Papier (75 g/m²) stammt aus einer traditionsreichen Papierfabrik in Düren. Die Feinpapier-Produktion dieser Fabrik wurde inzwischen von Reflex übernommen – einzelne Produkte werden aber weiterhin unter dem bekannten Markennamen Schoellershammer vermarktet. Höhere Grammaturen finden sich vor allem im Portfolio der FILA-Gruppe, zu der neben Canson (70–180 g/m², je nach Serie) auch die US-amerikanische Marke Strathmore gehört – mit bis zu 190 g/m² das schwerste uns bekannte Marker-Papier im Markt.

Wichtig zum Verständnis: Eine höhere Grammatur macht das Durchschlagen selbst nicht direkt geringer – dafür ist weiterhin die Beschichtung verantwortlich, unabhängig vom Papiergewicht. Was die Grammatur tatsächlich verändert, ist die Opazität: Dickeres Papier lässt weniger Licht durch, wodurch Farben kontrastreicher und satter wirken. Das macht schwerere Marker-Papiere (150 g/m² und mehr) vor allem für professionelle Anwender interessant, die mit ihren Renderings Geld verdienen und auf maximalen visuellen Kontrast angewiesen sind – für den alltäglichen Gebrauch reicht die klassische, leichtere Variante völlig aus.

Neben dem klassischen 75-g/m²-Papier führen wir zusätzlich SMLT-Marker-Blöcke mit 100 g/m² in den Formaten A5, A4 und A3, jeweils mit 50 Blatt und spiralisiert. Wodurch sich die höhere Grammatur im praktischen Zeichenergebnis konkret bemerkbar macht, klären wir aktuell direkt mit dem Hersteller – bis dahin verstehen wir das zunächst als zusätzliche, etwas festere Alternative innerhalb unseres Sortiments.

Häufig sind Marker-Blocks kopfseitig gebunden und mit stabilem Kartondeckel sowie fester Unterlage ausgestattet, damit du auch mit Druck zeichnen kannst, ohne dass die Farbe zum darunterliegenden Blatt durchschlägt.

Worauf es bei Marker-Papier ankommt:

  • Einseitige Beschichtung (Sperrschicht) gegen Durchschlagen – auf der beschichteten Seite zeichnen
  • Glatte, hochweiße Oberfläche für gleichmäßiges Blending und kontrastreiche Farbflächen
  • Übliche Grammatur um 75 g/m² (Schoellershammer); höhere Grammaturen (z. B. 100 g/m² bei SMLT) erhöhen vor allem die Opazität, also den Farbkontrast
  • Erhältlich in A5, A4 und A3 – je nach gewünschter Arbeitsfläche
  • Geeignet für alkoholbasierte Grafikmarker (z. B. Copic, Touch) sowie Layout- und Renderingarbeiten

Typische Anwendungen: Manga- und Comic-Kolorierung, Produkt- und Industriedesign-Renderings, Modeillustration, Architekturskizzen, Character-Design, Layout-Entwürfe.

Kurz zusammengefasst: Mit dem richtigen Marker-Papier erzielst du bessere, schärfere Ergebnisse – und mit dem richtigen Anbieter setzt du dein Budget dabei optimal ein, etwa beim Schoellershammer-Block für 0,10 € statt 0,15 € pro Blatt bei vergleichbarer Qualität. Unser Sortiment an Marker-Papieren ist das Ergebnis langjähriger Erfahrung in diesem Markt – wir führen bewusst mehrere Grammaturen und Marken, damit du je nach Anspruch und Einsatzzweck die passende Wahl triffst.

Tipp: Bristol-Papier hat zwar eine höhere Grammatur, aber keine Sperrschicht gegen Alkoholtinte – bei klassischen Alkoholmarkern schlägt die Farbe hier durch. Für feinere Linienarbeit eignet sich unser Bristol-Papier deshalb vor allem in Kombination mit Aquarell-Markern oder Markern mit pigmentierter (statt alkoholbasierter) Tinte.

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