Glossar › Normschrift
Normschrift
Normschrift ist die standardisierte technische Schrift für Zeichnungen, Pläne und technische Dokumente. Sie ist geregelt in DIN 6776 (identisch mit ISO 3098-1) und gewährleistet, dass Beschriftungen in technischen Zeichnungen einheitlich, gut lesbar und auch nach Verkleinerung noch entzifferbar sind.
Die Normschrift kennt zwei Ausführungen: Typ A (schmal, selten) und Typ B (Mittelschrift, der Standardfall in Ausbildung und Beruf). Die Buchstaben stehen gerade (senkrecht) oder schräg (15 Grad nach rechts). Gerade Typ B ist die mit Abstand häufigste Variante.
Der vollständige Zeichensatz umfasst Großbuchstaben A–Z, Kleinbuchstaben a–z, Umlaute äöüß, Ziffern 0–9 sowie Sonderzeichen ( ! ? . , ; “ – + = % & ).
| Schrifthöhe | Strichbreite Typ B | Typischer Einsatz |
| 2,5 mm | 0,25 mm | Maßlinien, Hilfslinien |
| 3,5 mm | 0,35 mm | Standardbeschriftung, Maßzahlen |
| 5 mm | 0,5 mm | Titelfeld, Hauptbeschriftung |
| 7 mm | 0,7 mm | Titelfeld Großformat, Überschriften |
Quelle: Regeln zum technischen Zeichnen (Baden-Württemberg): Zum Vorzeichnen Druckbleistift 0,5 mm, Härtegrad 2H oder 3H. Körperkanten: breite Volllinie 0,5 mm. Maßlinien: schmale Volllinie 0,25 mm.
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