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ISO-Codierung
Die ISO-Codierung ordnet jeder Strichstärke bei Tuschefüllern, Feinminen und Druckbleistiften eine feste Farbe zu – ursprünglich im Umfeld der ISO 9175 (auch „Micronorm" genannt) entstanden. So lässt sich die passende Strichstärke auf einen Blick erkennen, ohne nachzumessen.
Die Farbtabelle

| Strichstärke | Farbe |
| 0,13 mm | violett |
| 0,18 mm | rot |
| 0,25 mm | weiß |
| 0,35 mm | gelb |
| 0,50 mm | braun |
| 0,70 mm | blau |
| 1,00 mm | orange |
| 1,40 mm | grün |
| 2,00 mm | grau |
Einige Hersteller (z. B. rotring) bieten zusätzlich Zwischengrößen wie 0,20 mm (safran) oder 0,30 mm (grau-grün) an – diese spielen in der DACH-Region in der Praxis aber kaum eine Rolle.
Eine Sprache für Techniker
Die ISO-Codierung funktioniert wie ein internationales Vokabular: Ob in Deutschland, Österreich oder anderswo – die Farbe eines Stifts sagt jedem, der die Norm kennt, sofort, welche Strichstärke er in der Hand hält. Das ergibt eine durchgängige Kette vom Zeichennorm bis zum Werkzeug: Eine sichtbare Kante auf einer A1-Zeichnung erfordert nach DIN ISO 128 die Liniengruppe 0,7 – also greifst du automatisch zum Stift mit blauer ISO-Codierung. Kein Nachschlagen nötig, weltweit verständlich.
Mehr zu Liniengruppen und Strichbreiten findest du im Glossar-Eintrag Strichbreite / Strichstärke.


