Glossar › Strichbreite / Strichstärke
Strichbreite / Strichstärke
Strichbreite (auch Strichstärke genannt) bezeichnet die Dicke der gezeichneten Linie, gemessen in Millimetern. Bei technischen Zeichnungen ist die Strichbreite durch Normen (u. a. DIN ISO 128-20) festgelegt – unterschiedliche Linienarten (Volllinie, Mittellinie, Hilfslinie) haben jeweils vorgeschriebene Strichbreiten, damit eine Zeichnung eindeutig lesbar bleibt.
Die Norm definiert dazu Liniengruppen, bei denen breite und schmale Linie im Verhältnis 2:1 zueinander stehen – z. B. Liniengruppe 0,7 (breite Volllinie 0,7 mm, schmale Linie 0,35 mm) oder Liniengruppe 0,5 (0,5 mm / 0,25 mm).
In der Praxis bei Feinminenstiften hat sich darüber hinaus folgende Zuordnung etabliert:
| Minenstärke | Typischer Einsatz |
| 0,35 mm | Schmale Volllinien (Maßlinien, Schraffuren u. Ä.) |
| 0,5 mm | Maße und grafische Symbole |
| 0,7 mm | Breite Volllinie für sichtbare Kanten und Umrisse |
Bei Feinminenstiften entspricht die Strichbreite direkt der Minenstärke – ein 3er-Set mit 0,35 / 0,5 / 0,7 mm deckt damit die in der Praxis häufigsten Anwendungsfälle ab, ohne dass man sich strikt auf eine einzelne offizielle Liniengruppe festlegen muss.


