Glossar › Geodreieck
Geodreieck
Ein Geodreieck ist ein durchsichtiges, rechtwinkliges und gleichschenkliges Zeichenwerkzeug aus Kunststoff oder Acrylglas. Es vereint Lineal, Winkelmesser und rechten Winkel in einem einzigen Werkzeug und wird vor allem in Schule, Ausbildung und Studium zum Zeichnen und Messen von Linien und Winkeln eingesetzt.
Bestandteile und Bezeichnungen
| Bezeichnung | Bedeutung |
| Hypotenuse | Die längste Seite des Dreiecks – bestimmt die Größenangabe (z. B. „16 cm") |
| Skala | Der nutzbare Meßbereich mit Zentimeter-/Millimeter-Teilung, etwas kürzer als die Hypotenuse |
| Winkelskala (Gradskala) | Die kreisförmig angeordnete Skala zum Ablesen und Antragen von Winkeln (0–180°) |
| Nullpunkt | Der Bezugspunkt der Winkelskala, meist im rechten Winkel des Dreiecks |
| Facette / Tuschekante | Erhöhte Kante an der Unterseite, verhindert das Verschmieren von Tusche |
Material
Die meisten Geodreiecke bestehen aus transparentem Kunststoff oder Acrylglas. Acrylglas-Modelle sind kratzfester und langlebiger, dafür etwas teurer als einfache Kunststoffvarianten. Manche Modelle sind zusätzlich mit einem abnehmbaren Griff ausgestattet, der beim Arbeiten mit Tusche das Abheben ohne Verschmieren erleichtert.
Abgrenzung zum Zeichendreieck / TZ-Dreieck
Ein Geodreieck hat immer die Winkel 45° und 90° sowie eine Gradskala zum Messen – ein einfaches Zeichendreieck ohne Skala dagegen meist 30°/60°/90° oder 45°/90°, ohne Messfunktion. Das TZ-Dreieck ist eine Sonderform des Geodreiecks mit zusätzlichen 7°- und 42°-Hilfslinien für perspektivisches Zeichnen nach DIN-Norm.
Du willst wissen, wie man mit dem Geodreieck Winkel misst oder die Skala richtig liest? Das erklären wir dir Schritt für Schritt im Ratgeber Geodreieck richtig verwenden.





